Google kratzt an einheimischer Wirtschaft
Sieht man mal von Googles Wissensdurst nach persönlichen Daten ab, muss man zugeben, dass der Suchmaschinen-Gigant auch recht nützliche Software und Dienste kostenlos anbietet. Das kostenlos bezieht sich leider nur auf den finanziellen Aspekt, denn seine Daten und Informationen gibt man dafür leider preis.
Was alles mit einer Suchmaschine angefangen hat, ist heute weit mehr. Google bietet einen eigenen Browser an (Chrome), einen Email-Dienst (Googlemail), Googlemaps, Googlewave, … Das alles wäre ja nicht schlimm für die Würzburger Wirtschaft, wenn sich Google nicht noch in das Navigationssegment vorwagen würde.
Firmen, wie etwa Navigon aus Würzburg, verdienen ihr Geld mit dem Verkauf von Navigationssystemen. Vor kurzem präsentierte sich Navigon noch selbstbewusst und zuversichtlich für die Zukunft auf der IWelt Hausmesse main.IT. Doch nun will Google Handys, wie das Motorola "Droid", auf den Markt bringen (in den USA schon geschehen).
Da diese ein kostenloses Navigationssystem besitzen, wird es für Firmen wie Navigon sehr schwer ihre Produkte noch zu verkaufen. Vorraussetzung, um diese Software zu nutzen, ist natürlich ein Account bei Google, bei dem man während der Navigation eingeloggt sein muss.
Nicht nur das Würzburger Unternehmen ist bedroht, auch andre Navi Hersteller, berichtet Spiegel. Speziell durch die Turn-by-Turn-Navigation könnte Google der Konkurrenz wichtige Einnahmen streitig machen. Denn wer will schon für etwas Geld zahlen, dass man an andrer Stelle umsonst bekommt, naja fast…
"Google will die Weltherrschaft" (Artikel auf Spiegel.de)